Ein Herbst voller Energie in Alingsås

Wenn die Nächte wieder länger werden in Schweden wird es wieder Zeit für die LIGHTS in ALINGSÅS, ein Lichtspektakel in der Kleinstadt in der Provinz Västergötland ca. 50 km nordöstlich von Göteborg. Alles fing an mit einigen Studenten vom Lichtzentrum (Ljuscentrum) der Uni Göteborg, die  1998 nach Allingsås kamen, um mit architektionischer Beleuchtung im öffentlichen Raum zu experimentieren. So entstanden die allerersten Installationen die der Ausgangspunkt zu LIGHTS I ALINGSÅS wurde. Heute ist das Ergebnis ein international beachteter pädagogischer und experimenteller Beleuchtungsworkshop, der viel Spaß mit sich bringt und der jährlich immer größer wird.

(c) Lights in Alingsås

Die letzte Woche im September kommen schließlich sechs international tätige Lichtdesigner aus unterschiedlichen Teilen der Welt in Allingås zusammen. um mit über 50 internationalen Design- und Architekturstudenten und Schülern des Energieprogramms des Alingsås-Gymnasiums ihr eigenes Lichtprojekt zu realisieren. Eine wichtige Möglichkeit für die Studenten, in ihrem Studium sich ganz praktisch dem Thema LICHT zu widmen.
Aber auch die Einwohner sind nicht außen vor, in Sachen Licht macht denen inzwischen keiner mehr was vor und die Zahl der interessierten Touristen steigt von Jahr zu Jahr, inzwischen auf über 75.000.


Mehr Infos und tolle Bilder zu den LIGHTS I ALLINGSÅS unter http://lightsinalingsas.se (schwedisch und englisch).

 

 

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Hemester – der neue Urlaubstrend in Schweden

Hej igen!
Heute mal bei entsprechenden tropischen Temperaturen etwas über den neuen  Urlaubs-Trend, der sich in den letzten Jahren in Schweden etabliert hat:

HEMESTER

Die neue Wortschöpfung setzt sich zusammen aus den beiden schwedischen Wörtern HEM (Zuhause) und SEMESTER (Urlaub) und bedeutet im Prinzip nichts anderes als den URLAUB ZU HAUSE zu verbringen.

Die allermeisten schwedischen Familien mit Kleinkindern verbringen inzwischen ihren Urlaub zuhause – was allerdings nicht bedeuten muß, dass man einfach daheim herumsitzt und nichts tut und Däumchen dreht. Im Gegenteil: Erkundungen und Expedition in die nahe Umgebung sind angesagt und so lernt man die Heimatregion und das, was sie zu bieten hat, mal etwas genauer kennen. Tagesausflüge, Flohmarktbesuche und die HIghlights der Umgebung können dabei die Ziele sein. Und so mancher ist dann auch schon mal beim Freund oder Bekannten  eingezogen, um das Haus für die Dauer seines Urlaubs zu hüten.

Einige Verfechter des Hemesters behaupten sogar, dass sich diese Form des Urlaubs für Daheimgebliebene weniger stressig und sogar umweltfreundlicher gestaltet.

Am besten mal ausprobieren, wir fanden es gut!

Und hier 10 Tipps für Hemester-Aktivitäten:

  1. Kleine Wanderung mit eigener Fotosafari (Handy oder Digitalkamera)
  2. Flaschenpost selbst schreiben oder finden (gut mit Nr. 1 kombinierbar)
  3. Sternenhimmel erkunden (Buch aus Bibliothek ausleihen etc.)
  4. Schatzsuche für Kinder mit selbstgemachter Karte
  5. Zelten im Garten oder in der Nähe oder auf dem Balkon oder Trampolin übernachten
    (gut mit Nr. 3 kombinierbar)
  6. Seifenblasen-Wettbewerb und Wasserschlacht
  7. Kunstwerke mit Straßenkreide kreieren
  8. Zehnkampf mit Dosenwerfen, Eierlauf, Hindernisbahn usw.
  9. Expedition in die Umgebung mit Lupe, Einmachglas und Co.
  10. Ein Lager / Unterschlupf im Garten oder nahen Wald bauen

 

 

Glad Påsk !

Hej allihopa!
Ostern rückt näher, daher hier ein kurzes Video zum Thema: O wie Ostern im Land der Elche.

Und wer lieber liest statt schaut, hier die Infos rund um schwedische Ostern in der Textversion:

Während in Deutschland die germanische Fruchtbarkeitsgöttin OSTERA den Namen Ostern geprägt hat, leitet sich das schwedische Wort PÅSK für Ostern vom hebräischen Wort PESACH ab. Nicht-christliche Traditionen gibt es in Schweden aber auch heute noch. So verkleiden sich schwedische Kinder am am Gründonnerstag als Hexen und wünschen den Nachbarn Glad påsk! (Frohe Ostern).
An Gründonnerstag sollen früher die Hexen zum Blåkulla-Berg geflogen sein, um mit dem Teufel ein Fest zu feiern. Zurück kamen sie dann wieder am Ostersamstag in teuflisch guter Stimmung. Um die Hexen abzuschrecken, wurde überall das Osterfeuer entzündet. Die Kinderhexen aus der Nachbarschaft dagegen kann man mit Süßigkeiten in Schach halten.

Foto: Jonatan Svensson Glad / Wikipedia.se

Apropos Süßes … einen Schoko-Osterhasen sucht man in Schweden vergebens, den gibt es dort traditionell nicht. Dafür aber Ostereier – will heißen – vor allem ein Papp-Osterei gefüllt mit süßen Leckereien. Ostereier gibt es in Schweden also aus Pappe mit Inhalt, dafür aber werden in Schweden Sträucher, Zweige und Büsche mit bunten Federn geschmückt.

 

Allen auf diesem Weg schon mal FROHE OSTERN – oder besser gesagt: GLAD PÅSK!

Pepparkakor selbst gemacht

Weihnachten steht vor der Tür, also genau die Zeit für leckere Jul-Pepparkakor. Inzwischen ist das Rezept aus dem Buch  PAULS JUL unser absolutes favoritrecept, wie der Schwede sagt.

Hier nochmal das Rezept für Euch zum Nachbacken:
(ca. 60 Stück)

  • 250 g Butter
  • 240 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 TL Vanillezucker
  • 3 EL Zuckerrübensirup
  • 540 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL gemahlenene Gewürznelke
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Ingwerpulver
  • 1/2 TL gemahlene Muskatnuss

pepparkakor-10-1Butter und Zucker in eine Schüssel geben und cremig rühren, dann das Ei dazugeben und unterrühren. Den Zuckerrübensirup und den Vanillezucker hinzugeben und kräftig durchrühren. Schliesslich die restlichen Zutaten dazugeben und alles zu einem glatten Teig kneten. Den Teig über Nacht in Frischhaltefolie verpackt im Kühlschrank ruhen lassen.

Am nächsten Tag den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Den Teig dünn ausrollen und mit Plätzchenformen ausstechen oder eigene Kreationen mit dem Messer ausschneiden. Die Kunstwerke auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca. 12 Minuten im Ofen backen, bis sie goldgelb sind. Dann abkühlen lassen.

SMACKLIG MALTID!

Sommer-Impressionen

Der Sommer ist gekommen, und das mit nicht unbedingt schwedischen Temperaturen, die zumindest in Südschweden bei gnädigen 25-28 Grad liegen und nicht so oft wie in unseren Breitengraden die 30-Grad-Grenze überschreiten. Ein schwedisches Holzhaus hat bei heißen Temperaturen natürlich erst einmal die Eigenschaft, kühl zu bleiben, wird dann zwar im Laufe einer langen Hitzeperiode auch wärmer, kühlt im Gegensatz zu einem Steinhaus dann aber viel schneller wieder ab. Aber darüber mehr ein andermal.
Hier ein paar Sommer-Impressionen rund um unser Schwedenhaus: