Shutters im Schwedenhaus Teil 2

Lille Petterhus

Hej hej,

ich wünsche euch ein wunderschönes Osterfest mit euren Familien und Freunden!

Wie versprochen hier nun mein Osternestchen für Euch:

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Denn heute möchte ich euch zeigen, wie man aus den Materialien aus meinem vergangenen Blogpost Innenklappläden bzw. Shutter herstellen kann.

Für alle, die gerade erst einsteigen: hier könnt ihr nachlesen, was ihr zum Bau eurer eigenen Innenklappläden so alles gebrauchen könnt.

Fertig sind sie bereits im Schlafzimmer, nun folgen in den nächsten Wochen auch die Küche und alle Kinderzimmer.

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Habt ihr alles? Shutter im Schwedenhaus geht nämlich so:

Wir beginnen mit den Leimhölzern
und den Rechteckleisten:

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Die auf euer Fenster angepassten Leimholzbretter dürft ihr nun mit den dafür zugesägten Rechteckleisten nach eurem Geschmack verzieren. Diese kann man auf Gehrung schneiden, muss man aber nicht 🙂 Einfach Leim drauf und Rechteckleiste an euren Wunschort auf dem zukünftigen Shutter platzieren. Wir haben uns lagetechnisch nach den Sprossen in unseren Fenstern…

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Schwedenshop öppet

Hej igen!

Schwedischer Lifestyle und Schwedenfeeling – das wollten wir nicht nur im Urlaub erleben sondern auch in unseren Alltag hier integrieren. Daher ausnahmsweise mal ein klein bisschen Werbung in eigener Sache …

Es gibt immer wieder kleine Lifestyle-Produkte, die wir mit Schweden verbinden und die wir gerne auch in unseren Breiten anderen Skandinavien-Begeisterten zugänglich machen wollten.  Darum haben wir einen kleinen SCHWEDENSHOP online eingerichtet, für alle, die mal schnell etwas Schwedisches zum Verschenken oder auch für sich selbst brauchen –  frei nach dem Motto: EIN STÜCK SCHWEDEN FÜR JEDEN !

Also, wer Lust hat mal zu Stöbern …
Herzlich Välkommen im SCHWEDENSHOP unter schwedenkontor.shop !

 

Glad Påsk !

Hej allihopa!
Ostern rückt näher, daher hier ein kurzes Video zum Thema: O wie Ostern im Land der Elche.

Und wer lieber liest statt schaut, hier die Infos rund um schwedische Ostern in der Textversion:

Während in Deutschland die germanische Fruchtbarkeitsgöttin OSTERA den Namen Ostern geprägt hat, leitet sich das schwedische Wort PÅSK für Ostern vom hebräischen Wort PESACH ab. Nicht-christliche Traditionen gibt es in Schweden aber auch heute noch. So verkleiden sich schwedische Kinder am am Gründonnerstag als Hexen und wünschen den Nachbarn Glad påsk! (Frohe Ostern).
An Gründonnerstag sollen früher die Hexen zum Blåkulla-Berg geflogen sein, um mit dem Teufel ein Fest zu feiern. Zurück kamen sie dann wieder am Ostersamstag in teuflisch guter Stimmung. Um die Hexen abzuschrecken, wurde überall das Osterfeuer entzündet. Die Kinderhexen aus der Nachbarschaft dagegen kann man mit Süßigkeiten in Schach halten.

Foto: Jonatan Svensson Glad / Wikipedia.se

Apropos Süßes … einen Schoko-Osterhasen sucht man in Schweden vergebens, den gibt es dort traditionell nicht. Dafür aber Ostereier – will heißen – vor allem ein Papp-Osterei gefüllt mit süßen Leckereien. Ostereier gibt es in Schweden also aus Pappe mit Inhalt, dafür aber werden in Schweden Sträucher, Zweige und Büsche mit bunten Federn geschmückt.

 

Allen auf diesem Weg schon mal FROHE OSTERN – oder besser gesagt: GLAD PÅSK!

Kleines Gärtchen

Lille Petterhus

Hej hej!

Heute gibt es ausnahmsweise keine Bilder aus und ums Petterhus für euch, denn erstens hat sich drinne so gut wie gar nichts verändert und zweitens will ich euch kurz in meine Gartenplanung einweihen. Die ist aktuell nämlich ein ganz großes Thema bei uns und ich kann es kaum erwarten, loszulegen. Denn während draußen eine weisse Schneedecke und frostige Temperaturen die Natur zum Schlafen bringen, bin ich schwer mit der Gestaltung und Planung unseres Gärtchens beschäftigt.

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Knapp 230qm stehen uns zur Verfügung. Was nicht heißt, dass meine Gedankengänge entsprechend wenig Zeit in Anspruch nehmen würden. Die letzten Monate habe ich auf ganz wundervollen Blogs gestöbert, in Gartenzeitschriften geblättert, mich beim NABU informiert und versucht, möglichst viele der wunderbaren Ideen in meine Pläne zu integrieren. Spannend wird auch, all diese Ideen in dieser winzigen Fläche auch umzusetzen.

Nicht zu vergessen  sind meine unzähligen Gespräche mit den verschiedensten Gartenplanern und -bauern…

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Fettisdagen und Semlor

Foto: Frugan/flickr

Der Faschingsdienstag ist in Schweden der Fettisdag, nach christlicher Tradition liegt er 47 Tage vor Ostern und leitet die Fastenzeit ein. Der Name fettisdag setzt sich aus den Worten „fet“ und „tisdag“ zusammen, also „fetter Dienstag“ und weißt auf all das gute Essen hin, das es an diesem Tag gibt. Das Wort selbst existiert nachweislich übrigens seit 1594. Nach alter Tradition gibt es am Fettisdagen Semlor oder auch fettisdagsbullar. Ursprünglich wurden die Semlor nur am eigentlichen Fettisdagen gegessen, in Südschweden gab es sie traditionell am fastlagsmåndag, dem Pendant zum Rosenmontag, der Montag wird in Schweden daher auch „bullamåndag“ genannt. Der „bulle“ wird oft halbiert und mit Schlagsahne und mit Mandelmasse gegessen. Optisch ähnelt er ein wenig dem deutschen Windbeutel, auch wenn Teig und Inhalt nicht identisch sind. In Norwegen und Dänemark ersetzen Marmelade und manchmal sogar Vanillecreme die Mandelmasse.

Inzwischen gibt es in Schweden die Semlor nicht nur zum Einstieg in die Fastenzeit, sondern oft auch über Ostern hinaus. Inzwischen wird sogar diskutiert, ob es nicht auch Weihnachtssemlor geben darf u.ä. also semlor året runt – das ganze Jahr über.

Und für alle Kreativen hier das Rezept für 16 Portionen:

Weizenteig:

  • 25 g Hefe für einen süßen Teig
  • 200 ml Milch
  • 240 g Weizenmehl
  • 80 g Zucker
  • ½ EL Kardamon (grobgemahlen)
  • 180 g Weizenmehl
  • ½ TL Salz
  • 80 g Butter (Raumtemperatur)
  • 1 Ei

Mandelfüllung:

  • 400 g Mandelmasse
  • 50 g gehackte, geröstete Madeln
  • 2 TL Vanillezucker
  • 80 ml Milch
  • 1 EL Mandellikör

Zusätzlich:

  • 500 ml Sahne
  • Puderzucker

Die kalte Milch, Hefe, Zucker, Kardamon mit dem ersten Teil Mehl bei geringer Mixergeschwindigkeit ca. 5-10 Min. mischen. Den Teig ca. 20-30 Minuten in der Schüssel unter einem Tuch zum Gehen ruhen lassen. Dann die restlichen Zutaten hinzugeben und bei mittlerer Geschwindigkeit ca. 10 Min. rühren bis der Teig an der Oberfläche glänzig wird und sich leicht von den Kanten löst. Den Teig nochmal 20-30 Min. unter dem Tuch ruhen lassen. Danach den Teig schliesslich in kleinere Stücke á 50 g teilen, diese zu Kugeln formen und auf einer Platte mit Backpapier ca. 1,5 Stunden gehen lassen, bis sie die doppelte Größe erreicht haben. Auf der mittleren Schiene im Backofen ca. 6-8 Min. bei 200 °C backen bis die Oberfläche goldbraun ist.

Alle Zutaten für die Mandelfüllung außer der Milch zu einer gleichmäßigen Masse mischen. Die Milch peu á peu dazugeben und alles zu einer ausgewogenen Masse rühren. Wenn die Kugeln abgekühlt sind einen Deckel abschneiden und erst die Mandelfüllung und schliesslich die Schlagsahne einsprühen. Den Deckel schliesslich auf die Sahne legen und das Ganze mit Puderzucker bestreuen.

LINES – interaktive Klangkunst im Felleshus

Mit der Ausstellung LINES wird es im Februar bunt und klangvoll im Felleshus der Nordischen Botschaften.
In LINES erforscht der schwedische Klangkünstler und Wissenschaftler Anders Lind Linien als Musikinstrumente. Linien an der Wand, auf dem Boden und von der Decke hängend bilden in Kombination mit Sensoren und Elektronik drei originelle Musikinstrumente, die mithilfe des Körpers zum Klingen gebracht werden. Im Rahmenprogramm zur Ausstellung gibt es außerdem den Tanz-Showcase MOVING LINES sowie Workshops und Konzerte.

Für alle, die im Februar in Berlin weilen, die Möglichkeit, etwas Schwedenfeeling zu erleben.  Und für alle anderen hier ein paar Video-Impressionen:

IKEA-Gründer Ingvar Kamprad mit 91 Jahren gestorben

Ingvar Kamprad (2004) an der Växjo-Universität Foto: Hasse Karlsson/wikipedia.de

Der Gründer von IKEA, Ingvar Kamprad, ist im Alter von 91 Jahren nach kurzer Krankheitsdauer an den Folgen einer Lungenentzündung auf seinem Hof bei Liatorp im Landkreis Älmhut gestorben.

Seit den 1950er-Jahren sind IKEA-Produkte weltweit ihren Weg in mehrere Millionen Haushalte eingezogen. Die Erfolgsgeschichte des schwedischen Möbelhauses führten dazu, dass Ingvar Kamprad zu einem der reichsten Männder der Welt wurde. Über Twitter und Facebook teilte IKEA mit, dass der Firmengründer Zuhause in Småland friedlich entschlafen ist. Bereits als 17-jähriger gründete der 1926 im småländischen Pjätteryd geborene Kamprad sein Unternehmen IKEA. Der Name seiner Firma war eine Abkürzung, die sich aus den Anfangsinitialen seines Namens und der Bauernhöfe zusammensetzt, auf denen er aufwuchs: Ingvar Kamprad Elmtaryd Agunnaryd.

Der Unternehmer und IKEA-Gründer war ein Mann der Gegensätze. Interviews gab er nur selten, suchte aber oft das Gespräch mit Kunden und Angstellten in allen Warenhäusern seines Unternehmens. Er war einer der reichsten Männer der Welt und beschrieb sich selbst in einem Interview mit dem schwedischen Fernsehen SVT aus den 1980-ern als sparsamer Mensch: „Ich bin schlecht, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen und ich habe ziemlich viele Handicaps. Ich glaube, ich habe einen niedrigen IQ-Wert, aber auf der anderen Seite war der liebe Gott nett zu mir und hat mir einen relativ gesunden Verstand gegeben, was ich mir recht oft zunutze gemacht habe“ beschrieb Ingvar Kamprad sich selbst.

Alles begann mit dem Verkauf von Stiften und Uhren, nach einigen Jahren begann das Unternehmen auch Möbel zu verkaufen. Mitte der 1950 kamen die ersten eigenen Möbelkolllektionen auf dem Markt, die für alle Einkommen erschwinglich sein sollten. Nachdem die ersten Möbel in Schweden verkauft wurden, konnte IKEA auch Erfolge im übrigen Europa, Nordamerika sowie China und Russland verzeichnen. 2015 gab es bereits 328 Warenäuser in 43 Länder, so das schwedische Fernsehen svt. Ingvar Kamprad gab die Unternehmensführung 1986 ab, hatte aber immer noch den Posten als Senior Advicer inne, um so sein Lebenwerk kontrollieren zu können.

Trotz seines Reichtums hatte Kamprad mit Problemen zu kämpfen, u.a. mit dem Thema Alkohol. „In den frühen 1960er-Jahren merkte ich, dass ich auf dem Weg zum Alkoholiker war,“ erklärte Ingvar Kamprad im Interview. „Mein Hausarzt riet mir, dreimal im Jahr für drei Wochen keinen Alkohol zu trinken, das würde meine Nieren und Leber reinigen und mich davor bewahren, Alkoholiker zu werden“, so der Unternehmer.

1994 kam heraus, dass Ingvar Kamprad in den 1940ern Mitglied der faschistischen „Nysvenska Rörelsen“ war, der „neuschweidischen Bewegung“ und mit den Nazis sympatisierte. Erst in den 1950ern beendete er sein Engagement in der Bewegung. Später erklärte er seine Bindung zum Faschismus und Nationalsozialismus als „Verirrung“ und bezeichnete diese Zeit seines Lebens als „größtes Fiasko seines Lebens“. Im Zusammenhang mit der Aufdeckung schrieb er einen erklärenden Brief an alle Mitarbeiter innerhalb des IKEA-Konzerns.

Ingvar Kamprad war seit 1963 verheiratet mit Margaretha Kamprad-Stennert, die 2011 starb. Zusammen haben sie drei Söhne, die alle im IKEA-Konzert tätig sind. Aus seiner ersten Ehe hat Kamprad eine Adoptivtochter.

1973 verließ Kamprad Schweden und zog erst nach Dänemark und später dann in die Schweiz. Im März 2014 zog er wieder zurück nach Scheweden und wohnte seitdem auf dem Bölsö-Hof in Liatorp außerhalb von Älmhult.

2011 deckten das schwedische TV-Polit-Magazin „Uppdrag Granskning“ zusammen mit der Zeitung „Smålandsposten“ auf, dass Kamprad 100 Milliarden schwedische Kronen in einer Stiftung im Steuerparadies Lichtenstein versteckte. Viele empörten sich über diese Veröffentlichung und sahen die Nachforschungen als Hexenjagd in Richtung Kamprad an, Dieser erklärte einige Zeit später, es sei falsch gewesen, in Lichtenstein eine Stiftung zu gründen und richtete im gleichen Jahr eine Stiftung im schwedischen Växjö ein, die Gelder für Forschungs- und Ausbildungsprojekte vergab.

Die Leitung des IKEA-Konzerns übernahm Kamprads jüngster Sohn Mathias, der den Posten des Vorstandsvorsitzenden innehat.

(Quelle: svt.se)

Weitere Infos unter: wikipedia.de