Sankta Lucia

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Morgen ist es wieder soweit: Lucia, die Lichterkönigin, kommt in Schweden am frühen Morgen in viele Kirchen und inzwischen auch heim zu vielen Familien. Überall in Schweden sind junge Mädchen in weißen Gewändern, einem roten Band um die Taille, einer Lichterkrone auf dem Kopf und einer Kerze in der Hand singend unterwegs. In der Familie spielt traditionell die älteste Tochter die „Sankta Lucia“. In ihrem Gefolge eine Schar von Jungfern mit glitzernden Armreifen und Sternenknaben, die spitze Hüte mit  goldenen Sternen tragen. Den Schluss der Prozession bilden Wichtel, alle zusammen wollen die dunkle Nacht im Norden Europas mit ihrem Licht aufhellen.
Neben den Kerzen und weißen Gewänder gehört zu einem richtigen Lucia-Fest das Singen von Lucia- und Weihnachtsliedern und natürlich die Lussekatter, die Lusse- oder auch Teufelskatzen, ein Safrangebäck mit Rosinen. Das wichtigste Lied ist die schwedische Variante von „Santa Lucia“, das bei uns eher in der italienischen Variante bekannt ist. (mehr zu Lucia)

Wer selbst nicht in Schweden einer Lucia begegnen kann, der hat die Möglichkeit, sich die Lucia-Feierlichkeiten mit Musik und Texten im schwedischen Fernsehen svt.se anzuschauen. Dort gibt es die Lucia-Sendung  aus der Kungsholm Kyrka auch noch bis 12. Januar  in der Mediathek zu sehen. Mit dabei der Kungsholmens gymnasiums kammarkör mit drei Solisten und Schüler mit selbstgeschriebenen Gedichten.

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Elch-Leseichen von Scandinavian Bookmarks

Der Hersteller Scandinavian Bookmarks bietet witzige Elch-Lesezeichen aus Leder in Handarbeit an. Was zunächst nur Elche waren, hat sich inzwischen zu einem riesigen Sortiment entwickelt mit Pferden, Kühen, Schafen, Bären etc. Wir fanden die so witzig, dass wir die in den Schweden-Shop aufgenommen haben, zumindest einige davon.  Und weil heute Nikolaus ist, gibt es die Weihnachtslesezeichen bis Ende der Woche zum Sonderpreis … Also, reinschauen lohnt sich …

        

Pepparkakor selbst gemacht

Weihnachten steht vor der Tür, also genau die Zeit für leckere Jul-Pepparkakor. Inzwischen ist das Rezept aus dem Buch  PAULS JUL unser absolutes favoritrecept, wie der Schwede sagt.

Hier nochmal das Rezept für Euch zum Nachbacken:
(ca. 60 Stück)

  • 250 g Butter
  • 240 g Zucker
  • 1 Ei
  • 1 TL Vanillezucker
  • 3 EL Zuckerrübensirup
  • 540 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL gemahlenene Gewürznelke
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Ingwerpulver
  • 1/2 TL gemahlene Muskatnuss

pepparkakor-10-1Butter und Zucker in eine Schüssel geben und cremig rühren, dann das Ei dazugeben und unterrühren. Den Zuckerrübensirup und den Vanillezucker hinzugeben und kräftig durchrühren. Schliesslich die restlichen Zutaten dazugeben und alles zu einem glatten Teig kneten. Den Teig über Nacht in Frischhaltefolie verpackt im Kühlschrank ruhen lassen.

Am nächsten Tag den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Den Teig dünn ausrollen und mit Plätzchenformen ausstechen oder eigene Kreationen mit dem Messer ausschneiden. Die Kunstwerke auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ca. 12 Minuten im Ofen backen, bis sie goldgelb sind. Dann abkühlen lassen.

SMACKLIG MALTID!

Der Tag des Kladdkaka!

Foto: wikipedia.de

In Schweden wird am 7. November  der Kladdkakadagen gefeiert, der Tag der Schokoladentorte. „Kladdig“ bedeutet im Schwedischen „klebrig“. Ein Kladdkaka ist ein im Inneren weicher, leicht klebriger Kuchen, verwandt mit dem Brownie. Die Zutaten sind Mehl, Eiern, Butter, Zucker und Kakao.
Der Sage nach fand Kladdkaka dank der Journalistin Margareta Wickman Ende der 1970er Jahre Einzug in die schwedischen Backstuben. Bei einem Restaurantbesuch konnte sie das Rezept eines besonders leckeren Schokokuchens ergattern und veröffentlichte es in der Zeitung, für die sie damals arbeitete.
Kladdkaka ist in Schweden sehr beliebt, nicht nur wegen seines Geschmacks, sondern möglicherwiese auch aufgrund der einfachen Herstellungsweise.
Vor allem Sahen  wird dazu gerne gegessen, aber auch Eis und Beeren. Mittlerweile gibt es den Kladdkaka in vielen Variationen, z.B. mit Kokos, Chili oder sogar auch Lakrits! Ein Rezept dafür findet ihr weiter unten.

Foto: Arla.se

Hier ein Rezept, gefunden bei arla.se:
(Menge ca. 14 Stück)

  • 100 g Butter
  • 2½ dl Zucker
  • 2 Eier
  • 1 dl Weizenmehl
  • 3 TL Kakao
  • 1 TL Vanillezucker

Garnierung:

  • Puderzucker

Und so gehts:

Den Ofen auf 175° Grad vorheizen. Die Butter in einem Topf zerlassen. Den Topf von der Platte nehmen. Den Zucker und die Eier zugeben und gut verrühren. Die übrigen Zutaten dazugeben und gut vermischen. Den Teig in eine eingefettete Form geben (Durchmesser ca. 24 cm). Im Ofen ca. 15 Min. backen. Der Kladdkaka wird eher flach werden mit relativ harter Oberfläche, im Inneren noch etwas klebrig. Den Kuchen abkühlen lassen. Mit Puderzucker garnieren.
Mit Sahne oder Eis und Früchte servieren.

Sommer-Impressionen

Der Sommer ist gekommen, und das mit nicht unbedingt schwedischen Temperaturen, die zumindest in Südschweden bei gnädigen 25-28 Grad liegen und nicht so oft wie in unseren Breitengraden die 30-Grad-Grenze überschreiten. Ein schwedisches Holzhaus hat bei heißen Temperaturen natürlich erst einmal die Eigenschaft, kühl zu bleiben, wird dann zwar im Laufe einer langen Hitzeperiode auch wärmer, kühlt im Gegensatz zu einem Steinhaus dann aber viel schneller wieder ab. Aber darüber mehr ein andermal.
Hier ein paar Sommer-Impressionen rund um unser Schwedenhaus: